Die UFOP setzte im Berichtszeitraum September 2025 bis August 2026 ihre Aktivitäten zur Verbraucher- und Fachkommunikation rund um Rapsöl und heimische Körnerleguminosen fort. Beide Themen wurden mit eigenständigen Maßnahmen, Medienformaten und Zielgruppenansprachen bearbeitet.
Im Mittelpunkt der Rapsöl-Kommunikation standen der ernährungsphysiologische Wert, die verschiedenen Rapsöl-Varianten sowie ihre vielseitigen Verwendungsmöglichkeiten.
Rapsöl: Kontinuierliche Verbraucher- und Fachinformation
Die Kommunikation zu Rapsöl knüpfte an seine besondere Marktstellung an: Seit 2009 ist Rapsöl ununterbrochen das meistgekaufte Speiseöl der privaten Haushalte in Deutschland. Die UFOP informierte Medien und Öffentlichkeit über Marktentwicklung, Warenkunde, Fettsäurenzusammensetzung und die vielseitige Verwendung von raffiniertem und kaltgepresstem Rapsöl.
Social Media: Rapsöl im Alltag sichtbar machen
Über Facebook und Instagram wurden zwischen Februar 2025 und Januar 2026 auf beiden Kanälen jeweils 72 Beiträge veröffentlicht. Die Inhalte verbanden Warenkunde, Ernährungskompetenz, saisonale Rezeptideen und praktische Küchentipps. Sie erzielten auf Facebook rund 2,5 Millionen und auf Instagram rund 3 Millionen Impressionen. Die Reichweite lag bei etwa 2,2 Millionen Kontakten auf Facebook und 2,4 Millionen auf Instagram.
Von Februar bis Mai 2026 wurden auf beiden Kanälen jeweils weitere 20 Beiträge veröffentlicht. Sie erreichten zusammen mehr als 1,3 Millionen Menschen und rund 1,65 Millionen Impressionen.





Rezept des Monats für Foodredaktionen
Mit dem Service „Rezept des Monats“ versorgt die UFOP Foodredaktionen in Deutschland regelmäßig mit saisonal passenden Rapsöl-Rezepten. Die monatliche Aussendung verbindet einen konkreten redaktionellen Nutzwert und schafft kontinuierlich neue Anlässe für Veröffentlichungen.



Rapsöl im Fachdialog mit Ernährungsfachkräften
Vom 7. bis 9. Mai 2026 präsentierte die UFOP das Thema Rapsöl im Rahmen der begleitenden Industrieausstellung des VDD-Bundeskongresses in Wolfsburg. Der Kongress des Verbands der Diätassistenten zählt zu den wichtigen ernährungswissenschaftlichen Fachveranstaltungen in Deutschland und bringt Fachkräfte aus Diätetik, Ernährungsmedizin, Wissenschaft, Beratung und Gemeinschaftsverpflegung zusammen.
Am Rapsöl-Informationsstand informierte die UFOP über die ernährungsphysiologischen Eigenschaften, die Fettsäurezusammensetzung und die vielseitigen Einsatzmöglichkeiten von Rapsöl. Am Rapsöl-Informationsstand informierte die UFOP über die ernährungsphysiologischen Eigenschaften, die verschiedenen Rapsöl-Varianten und deren vielseitige Einsatzmöglichkeiten. Eine Verkostung von raffiniertem und kaltgepresstem Rapsöl mit Brot machte die geschmacklichen Unterschiede unmittelbar erlebbar. Darüber hinaus wurden die jeweiligen Verwendungsmöglichkeiten in der kalten und warmen Küche erläutert.


Der Kongress bot die Möglichkeit, aktuelle Fragen aus der Ernährungsberatung aufzugreifen und mit Fachkräften über die Einordnung von Rapsöl in eine ausgewogene Ernährung zu diskutieren. Zugleich konnten verbreitete Unsicherheiten und kritische Darstellungen pflanzlicher Öle, wie sie insbesondere in sozialen Medien im Zusammenhang mit sogenannten „Seed Oils“ auftreten, fachlich eingeordnet werden. Die Gespräche am Stand zeigten das anhaltend hohe Interesse an wissenschaftlich fundierten und praxisnahen Informationen für Beratung, Therapie und Verbraucherkommunikation.
Fachliche Einordnung der „Seed-Oil“-Debatte
Die UFOP beobachtete und beobachtet zugleich intensiv die internationale Debatte über sogenannte „Seed Oils“. Hintergrund waren kritische Äußerungen in den USA und die Veröffentlichung neuer US-Ernährungsempfehlungen im Januar 2026. Um mögliche Auswirkungen auf die öffentliche Wahrnehmung von Rapsöl frühzeitig zu erkennen, wurden und werden Medien und soziale Netzwerke kontinuierlich ausgewertet und ein fachlicher Austausch mit Organisationen der US-amerikanischen Soja- und Canola-Wirtschaft begonnen. Die kritischen Darstellungen von Rapsöl in sozialen Medien werden inzwischen auch von deutschen Medien aufgegriffen und fachlich eingeordnet. So entkräftete ein am 9. Juni 2026 über dpa verbreiteter Beitrag pauschale Vorbehalte gegenüber Rapsöl und erläuterte dessen ernährungsphysiologische Vorteile auf Grundlage fachwissenschaftlicher Bewertungen.
Körnerleguminosen: Vielfältige Kommunikation für „DIE VIER VON HIER!“
Einen Schwerpunkt bildete weiterhin die von der Europäischen Union kofinanzierte Absatzförderkampagne „DIE VIER VON HIER! Körnerleguminosen aus Europa für eine nachhaltige Ernährung“. Ziel der Kampagne ist es, Wissen über Ackerbohnen, Körnererbsen, Süßlupinen und Sojabohnen zu vermitteln, deren Image zu stärken und Impulse für eine ausgewogene, nachhaltige und stärker pflanzenbetonte Ernährung zu geben. Die Kampagne verbindet Pressearbeit, Social Media, Fachveranstaltungen, Hörfunk, Publikationen, Influencer-Kooperationen sowie Foto- und Videoproduktionen.
4. Pflanzenprotein-Symposium: „DIE VIER VON HIER!“ in aller Munde
Am 18. und 19. September 2025 veranstaltete die UFOP in Berlin das 4. Pflanzenprotein-Symposium im Rahmen der EU-kofinanzierten Kampagne „DIE VIER VON HIER!“. Insgesamt nahmen rund 200 Fachleute aus Wissenschaft, Wirtschaft, Landwirtschaft, Verbänden, Behörden und Ministerien vor Ort oder digital teil.
Im Mittelpunkt der zweitägigen Veranstaltung standen die Wertschöpfungsketten für Körnerleguminosen – vom Anbau über die Verarbeitung bis zur Vermarktung – sowie die Potenziale regionaler Absatzmärkte. Die 13 Referentinnen und Referenten stellten Innovationen, neue Produkte, Erkenntnisse zum Verbraucherverhalten, Finanzierungsmodelle und erfolgreiche Praxisbeispiele vor. Einen besonderen Akzent setzte die Diskussion mit drei Start-ups, die innovative Produkte auf Basis heimischer Hülsenfrüchte präsentierten.
Dr. Monika Lahrssen-Wiederholt (BMLEH) hielt das Grußwort
Matthias Krön (The New Originals Company GmbH) hob die Bedeutung von Sojabohnen aus europäischem Anbau für die Landwirtschaft hervor.
Dr. Monika Lahrssen-Wiederholt, Leiterin der Abteilung „Ernährung, gesundheitlicher Verbraucherschutz“ im Bundesministerium für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat, unterstrich in ihrem Grußwort die aktuelle und zukünftige Bedeutung heimischer Körnerleguminosen. Dietmar Brauer, stellvertretender UFOP-Vorsitzender, eröffnete das Symposium und ordnete die Themen aus Sicht von Landwirtschaft, Züchtung und Markt ein.
Auch das Veranstaltungsbüfett machte die Vielfalt der vier Kulturen erlebbar: Ackerbohne, Körnererbse, Süßlupine und Sojabohne wurden in Vorspeisen, Hauptgerichten und Desserts eingesetzt. Die Vorträge, Präsentationen und Videomitschnitte wurden anschließend online zur Verfügung gestellt.
Reichweitenstarke Presse- und Hörfunkarbeit
Ein zentraler Bestandteil der Kampagne war die kontinuierliche Pressearbeit in Deutschland und Österreich. Die UFOP veröffentlichte acht Meldungen zu ernährungsphysiologischen, ökologischen und landwirtschaftlichen Aspekten heimischer Hülsenfrüchte.
Zu den Themen gehörten unter anderem die Fähigkeit der Leguminosen, mithilfe von Knöllchenbakterien Stickstoff zu binden, ihre Bedeutung als Protein- und Ballaststoffquelle sowie ihr Beitrag zu Biodiversität, Bodenfruchtbarkeit und abwechslungsreichen Fruchtfolgen. Die gesamte Online-Reichweite der Pressearbeit zur Kampagne lag bei rund 96,9 Millionen Kontakten.
Die PR-Artikel „Teamwork im Verborgenen: Hülsenfrüchte düngen sich selbst“, „Hülsenfrüchte: Ein unterschätztes Superfood“ und „Hülsenfrüchte: Stille Helden der Biodiversität“ erzielten zahlreiche Veröffentlichungen in Tageszeitungen, Anzeigenblättern, Fachmedien und Onlineportalen. Allein der Beitrag zum unterschätzten Superfood erreichte bis Mai 2026 mehr als 2,7 Millionen Kontakte. Der Biodiversitätsbeitrag wurde innerhalb weniger Monate mehr als 80-mal veröffentlicht. Die Reichweite aller drei Artikel liegt über 6 Millionen.
Ergänzend produzierte die UFOP Hörfunkbeiträge für Deutschland und Österreich. Beiträge zur „Bakterien-Power“ der Hülsenfrüchte, zu ihrem Wert als „Superfood“ und zu ihrer Bedeutung für die biologische Vielfalt wurden von zahlreichen Radiosendern ausgestrahlt. Der Beitrag „Hülsenfrüchte: Stille Helden der Biodiversität“ erreichte in Deutschland 37 Sender mit insgesamt rund 5,7 Millionen Hörerinnen und Hörern pro Tag. In Österreich wurde er von 29 Sendern mit einer Tagesreichweite von rund 2,9 Millionen ausgestrahlt. Hinzu kamen zahlreiche Onlineveröffentlichungen und mehrere Millionen Seitenaufrufe.
Kooperationen mit Foodboom und Influencern
Die Zusammenarbeit mit Foodboom wurde fortgesetzt. Zwei produzierte Rezeptvideos erzielten rund 1,77 Millionen Impressionen und etwa 34.000 Interaktionen. Für den Sommer 2026 wurden zwei weitere Produktionen mit Körnererbse und Sojabohne umgesetzt. Die Videos verbanden einfache, zeitgemäße Rezepte mit Informationen über die verwendeten Kulturen.
Auch Influencerinnen und Influencer blieben wichtige Multiplikatoren. Im Rahmen einer Protein-Bowl-Kooperation entwickelten vier reichweitenstarke Food-Creator jeweils ein Rezept zu einer der vier Kulturen. Beteiligt waren „Eat This!“, „Fitgreenmind“, „Machsmirvegan“ und „Glownjoy“. Zusammen verfügten diese Kanäle über mehrere Millionen Follower.
Eine zweite Kooperation griff unter dem Motto „Omas Klassiker“ bekannte Gerichte auf und interpretierte sie mit Ackerbohne, Körnererbse, Süßlupine oder Sojabohne neu. Beteiligt waren unter anderem „Mei liabsta Speis“, „Die Jungs kochen und backen“, „Foodistas“ und „Herr Grün kocht“.
Mit dem Creator-Event „Abendessen bei Oma Lore: Hülsenfrüchte reloaded“ brachte die UFOP 14 Food-Bloggerinnen und -Blogger zusammen. In persönlicher Atmosphäre wurden moderne Gerichte mit heimischen Hülsenfrüchten vorgestellt und Hintergründe zu Anbau, Nachhaltigkeit und Ernährungswert vermittelt. Die Teilnehmenden begleiteten den Abend mit zahlreichen Stories und Beiträgen auf ihren eigenen Kanälen.
Neue Rezeptwelten für Ackerbohne, Körnererbse, Süßlupine und Sojabohne
Im Berichtszeitraum entstanden zahlreiche neue Rezepte sowie umfangreiches Foto- und Videomaterial. Die Produktionen griffen den Trend zu proteinreichen Mahlzeiten auf und zeigten zugleich, wie sich Fleischalternativen mit heimischen Hülsenfrüchten selbst herstellen lassen.
Gemeinsam mit dem Fotografen Andrea Thode und dem Journalisten und Foodstylisten Stevan Paul wurden unter anderem Soja-Leberkäse, Chili-Süßlupinen-Tacos, Königsberger Klopse auf Basis von Soja-Tofu sowie weitere alltagstaugliche Gerichte entwickelt und fotografiert.
Die neue Rezeptbroschüre „Saisonküche mit den VIER VON HIER“ bündelt 16 Rezepte mit Ackerbohne, Süßlupine, Körnererbse und Sojabohne. Neben den Rezepten enthält sie Warenkunde, Hinweise zur Zubereitung und Informationen über die ernährungsphysiologischen und ökologischen Vorteile der Kulturen.




Die neue Rezeptbroschüre „Saisonküche mit den VIER VON HIER“ bündelt 16 Rezepte mit Ackerbohne, Süßlupine, Körnererbse und Sojabohne. Neben den Rezepten enthält sie Warenkunde, Hinweise zur Zubereitung und Informationen über die ernährungsphysiologischen und ökologischen Vorteile der Kulturen.
„DIE VIER VON HIER!“ auf Ernährungs- und Gesundheitskongressen
Im Mai 2026 war die UFOP mit der Kampagne „DIE VIER VON HIER!“ auf zwei bedeutenden Fachveranstaltungen der Ernährungs- und Gesundheitsbranche vertreten.
Vom 7. bis 9. Mai informierte die UFOP auf dem VDD-Bundeskongress in Wolfsburg über Ackerbohnen, Körnererbsen, Süßlupinen und Sojabohnen. Im Mittelpunkt standen die ernährungsphysiologischen Eigenschaften, die Verwendungsmöglichkeiten und die Bedeutung heimischer Körnerleguminosen für eine abwechslungsreiche und stärker pflanzenbetonte Ernährung. Der Informationsstand bot Gelegenheit zum Austausch mit Fachkräften aus Diätetik, Ernährungsmedizin, Wissenschaft und Beratung.
"DIE VIER VON HIER“ beim Diabetes Kongress 2026 im CityCube Berlin
Vom 13. bis 16. Mai war „DIE VIER VON HIER!“ außerdem auf dem Diabetes Kongress der Deutschen Diabetes Gesellschaft in Berlin vertreten. Mit rund 6.000 Teilnehmenden zählt dieser zu den wichtigsten Fachveranstaltungen im Bereich Diabetes und Prävention. Beide Kongresse boten wertvolle Möglichkeiten zum Austausch mit Ernährungsfachkräften, Wissenschaft, Praxis und Industrie.
